Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit sind attraktive Berufsfelder, in denen Absolventen aller Studiengänge Chancen haben. Die regelmäßig angebotene Seminarreihe Medienpraxis der Trierer Medienwissenschaft gibt einen ersten Einblick in Medienberufe: Etwa in den Hörfunk-Journalismus, den Print-Journalismus, den Online-Journalismus oder die Public Relations. Die Teilnehmenden lernen grundlegende Arbeitstechniken kennen und bekommen von Referenten aus der Medienpraxis einen realistischen Einblick in die Berufe.
Die Umstellung des Zeitungsformat vom Broadsheet auf Tabloid wird von vielen Zeitungsverlagen als eine Möglichkeit gesehen, dem Leserschwund zu begegnen. Vor allem für junge und mobile Zielgruppen soll das handliche Format attraktiv sein. In einer qualitativ angelegten Rezeptionsstudie mit Blickaufzeichnung und der Methode des Lauten Denkens untersuchen wir vergleichend das Leseverhalten in beiden Zeitungsformaten. Die Studie ist ein Kooperationsprojekt mit dem Axel Springer Verlag und der Ifra.
Wie lassen sich (Zeitungs-)Websites so gestalten, dass der Nutzer findet, was er sucht? Ein Seminar für Online-Redakteure, Web-Verantwortliche und Projektmanager zeigt, wie sich mit nutzerorientierten Testmethoden erkennen lässt, wo und wie Websites verbessert werden können. Ergebnisse der Rezeptionsforschung werden anwendungsorientiert präsentiert. Das Seminar ist für das Trainingsprogramm der Ifra entwickelt worden.
In Kooperation mit der Georg-von-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf entstand das Konzept für ein Trainingsprogramm, mit dem Printredakteure für den Internet-Journalismus sensibilisiert und zu crossmedialem Arbeiten befähigt und motiviert werden. An der Workshop-Reihe nahmen Redakteure von Handelsblatt, Junge Karriere und VDI-Nachrichten teil.
Die Ansprache internationaler Zielgruppen stellt die Internet-Kommunikation von Verbänden und Unternehmen vor besondere Herausforderungen: Wie lässt sich ein mehrsprachiger Webauftritt organisieren? Für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und das für das internationale Hochschulmarketing zuständige Konsortium GATE Germany konzipierte das Projekt ein Seminarmodul zu Potenzialen und Realisierungsmöglichkeiten international ausgerichteter Hochschul-Websites.
Zum Thema Pressearbeit in der Kommunalpolitik konzipiert das Projekt ein Modellseminar, das in einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bildungswerk Stuttgart, umgesetzt wurde. Ein besonderes Schwergewicht lag dabei auf den netzgebundenen Formen der Kommunikation.
Das Instrumentarium der klassischen Pressearbeit wird durch das Internet um vielfältige Möglichkeiten erweitert. Produktion und Vertrieb sind oft günstiger als bei Print-gestützter Pressearbeit. Das macht Online-PR gerade für Verbände im sozialen Sektor interessant. Für die Diakonie Württemberg wurde ein Modellseminar zu diesem Thema entwickelt und durchgeführt.
Das Internet bietet die Möglichkeit, neue Formen der Infografik in journalistische Angebote zu integrieren. Multimediale Elemente wie Video, Animation und Audio werden in vielfältiger Weise kombiniert und bieten eine neues journalistisches Informationspotenzial. In dem Vorhaben werden diese Möglichkeiten dokumentiert, analysiert und bewertet. In einer Teilstudie wurden Infografiken zur Fußball-Europameisterschaft 2004 untersucht, die von der dpa-Multimediatochter dpa-infocom für die drei Ausspielkanäle Print, Online und MMS (Multimedia Messaging Service) produziert wurden. Mit den Methoden des Lauten Denkens und der Blickaufzeichnung (Eye-tracking) wurden in der Rezeptionsstudie die Aneignungshandlungen der Probanden erfasst.
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